Deutschlandweiter Flaggentag der „Mayors for Peace“ 2020

Auch in diesem Jahr wurde der Flaggentag zur Erinnerung an das „Mayors for Peace“-Bündnis weltweit begangen. Um ein Signal gemeinsam für eine friedliche atomwaffenfreie Welt zu senden, organisierte die Friedenswerkstatt Mutlangen eine deutschlandweite Online-Aktion in der die BürgermeisterInnen für den Frieden zu Wort kommen.

Aalen – Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Thilo Rentschler

Im Ostalbkreis entstand neben dem lokalen Flaggenhissen ein gemeinsamer Termin der Bürgermeister beim Landratsamt. Hierbei erschienen neben den oben genannten Herren auch weitere BürgermeisterInnen, sowie VertreterInnen verschiedener Institutionen. So durften wir außerdem Pfarrer Richter, Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp und weitere begrüßen. Wolfgang Schlupp-Hauck und Leena Winkler von der Friedenswerkstatt Mutlangen beteiligten sich mit Redebeiträgen.

©Landratsamt Aalen / Wolfgang Schlupp-Hauck / Dr. Helmut Zehender

Adelmannsfelden – Bürgermeister Edwin Hahn

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil die Welt Atomwaffen nicht braucht und diese in den Händen ungeeigneter Staatsmänner zu einem unkalkulierbaren Pulverfass werden.“

©Stadt Adelmannsfelden, Edwin Hahn

Bartholomä – Bürgermeister Thomas Kuhn

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil Atomwaffen menschenverachtend sind und es andererseits so viele menschenwürdige und mitmenschliche Aufgaben gibt, wo genau dieses Geld fehlt.“

Berlin – Bezirksbürgermeister Charlottenburg-Wilmersdorf Reinhard Naumann

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil dies ein Irrweg ist: Es gilt, weltweit alle Atomwaffen zu ächten!“

Braunschweig – Oberbürgermeister Ulrich Markurth 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil … Atomwaffen nicht „nur“ Städte und Gemeinden auslöschen können, sondern eine immense Bedrohung für die Existenz der gesamten Menschheit darstellen.“

© Stadt Braunschweig, Michaela Heyse

Bretten – Oberbürgermeister Martin Wolff 

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil wir ein klares Zeichen setzen müssen gegen Waffen, derer Einsatz die Existenz unseres Planeten bedrohen.“

Ellwangen – Oberbürgermeister Michael Dambacher 

© Stadt Ellwangen

Gleichen Südniedersachsen – Bürgermeister Manfred Kuhlmann 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil ich ein friedlicheres Zusammenleben auf unseren Planeten möchte und hoffe, dass die Rüstungsspirale endlich einmal ein Ende hat. Das Geld wäre sinnvoller angebracht für dringend benötigte Klimaprojekte. Gerade in Zeiten der Coronakrise sollte uns bewusst werden wie wichtig die Gesundheit ist und wir sollten das Geld lieber denen geben, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht!“

Göttingen – Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler

“Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil es in der Tradition der Göttinger 18 konsequent ist, dem Vertrag beizutreten“

©Stadt Göttingen, Dominik Kimyon

Havixbeck – Stellvertretender Bürgermeister Fred Eilers

„Ich bin dafür, das Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil nur eine gesamte Ächtung von Atomwaffen langfristig die Atomwaffen abschaffen wird.“

Heiningen – Bürgermeister Norbert Aufrecht

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil Deutschland angesichts seiner schrecklichen Geschichte von 1914-1918 und 1933 bis 1945 der Friedensstifter in der Gegenwart und in der Zukunft sein muss. Unser Land ist mit seiner zentralen Position im Herzen Europas und an den Grenzen zwischen Ost und West geradezu prädestiniert dafür, die Botschaften der Vernunft und der Deeskalation in alle Himmelsrichtungen zu versenden und eine aktive Rolle im Ausgleich der Interessen der Weltmächte einzunehmen. Deutschland sollte dies schon aus Eigeninteresse tun, denn atomare Kriegshandlungen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass dieses Land bzw. Zentraleuropa besonders in Mitleidenschaft gezogen, ja völlig zerstört wird.“

© Stadt Heiningen

Herne – Oberbürgermeister Dr. Frank Duda 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil das Ziel eine atomwaffenfreie Welt sein sollte.“

Hettstedt – Bürgermeister Dirk Fuhlert 

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil Kernwaffen als verheerendste Waffenart bei einem Einsatz nur unsagbaren Leid über die Menschen bringen, aber niemals Konflikte wirklich lösen können.“

©Stadt Hettstedt, Dirk Fuhlert

Iggingen – Bürgermeister Klemens Stöckle 

© Stadt Iggingen

Iserlohn – Stellvertretender Bürgermeister Michael Scheffler 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, Atomwaffen müssen abgeschafft werden!
13.400 Kernwaffen sind schon unfassbar viele.“

Kiel – Stadtpräsident Hans-Werner Tovar

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsantrag unterzeichnet, weil… der Irrsinn der atomaren Aufrüstung endlich ein Ende haben muss.“

Lohfelden – Bürgermeister Uwe Jäger

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil wir diese Mittel für viel wichtigere Dinge auf dieser Welt einsetzen sollten.“

Marbach am Neckar – Bürgermeister Jan Trost

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil meine Kinder in einer friedlichen und lebenswerten Welt leben sollen.“

Mögglingen – Bürgermeister Adrian Schlenker 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil mit diesen Massenvernichtungswaffen bereits ein dummes Missverständnis oder ein falscher Knopfdruck ausreichen, um die gesamte Menschheit und alles Leben auf der Welt zu vernichten.“

©Adrian Schlenker / Stadt Mögglingen

Mutlangen – Bürgermeisterin Stephanie Eßwein

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil Atomwaffen in unserer Welt nichts zu suchen haben. In Mutlangen mussten viele Bürgerinnen und Bürger die massive Gefahr dieser Waffen hautnah miterleben. Weltweit sind immer noch viele Menschen dieser Gefahr ausgesetzt. Die Welt ist im Kampf gegen die COVID-19 Pandemie weiter zusammengerückt. Bauen wir auf dieser Einigkeit auf, die die menschliche Sicherheit in den Mittelpunkt unserer gemeinsamen Zukunft stellt.“

© Dr. Helmut Zehender

Münster – Oberbürgermeister Markus Lewe 

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil  Atomwaffen eine existenzielle Bedrohung für die gesamte Menschheit sind. Für die Stadt Münster als Stadt des Westfälischen Friedens ist es ein besonderes Anliegen, an diesem Tag ein Zeichen für die Solidarität der Städte und für eine atomwaffenfreie Welt zu setzen.“

Neu-Isenburg – Bürgermeister Herbert Hunkel

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil wir eine Welt ohne Atomwaffen brauchen.“

Neustadt an der Aisch – Erster Bürgermeister Klaus Meier

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil die letzten 75 Jahre seit Weltkriegsende die längste Friedensperiode in Mitteleuropa darstellen und dieser für uns alle so wichtige Frieden nicht wieder mit Atomwaffen gefährdet werden darf!“

Neresheim – Bürgermeister Thomas Häfele

„Ich bin dafür, dass alle Staaten dieser Erde den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen, weil Nuklearwaffen nur Leid, Tod und Vernichtung über unsere Welt bringen.“

© Thomas Häfele / Stadt Neresheim

Nordhausen – Oberbürgermeister Kai Buchmann

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil wir alles dafür tun müssen, um Atomwaffen abzuschaffen. Dies fängt bei deren Finanzierung an.“

Regensburg – Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil wir es den Opfern von Hiroshima und Nagasaki schuldig sind, gemeinsam eine Welt ohne Atomwaffen zu schaffen. Angesichts der weltpolitischen Lage ist es dringend geboten, für dieses Ziel einzutreten.“

© Stadt Regensburg, Maltz-Schwarzfischer

Revensburg – Oberbürgermeister Dr. Rapp 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil es schon viel zu viele solcher Waffen gibt.“

Schwäbisch Gmünd – Oberbürgermeister Richard Arnold und Bürgermeisterin Marita Funk (Lorch)

OB Arnold: „Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil mit den freiwerdenden finanziellen Ressourcen eine bessere weltweite Entwicklungszusammenarbeit vorangetrieben werden könnte.“

© Leena Winkler

Spraitbach – Bürgermeister Johannes Schurr

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil wir unendlich viele bessere Gründe haben um Geld auszugeben.“

© Stadt Spraitbach, Johannes Schurr

Täferrot – Bürgermeister Markus Bareis

Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil Atomwaffen kein Mensch braucht“

© Stadt Täferrot, Markus Bareis

Waldstetten – Bürgermeister Michael Rembold

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil ein atomares Wettrüsten keine zeitgemäße Antwort auf Frieden ist. Die Mittel dafür wären besser für humanitäre Hilfen in den Entwicklungsländern eingesetzt“

© Michael Rembold / Gemeinde Waldstetten

Weiden i.d.OPf. – Lothar Höher (stellvertretend für OB Jens Meyer) 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil der Einsatz von Atomwaffen in keiner Situation eine Lösung darstellt!“

Weißenfels – Oberbürgermeister Robby Risch

„Ich bin dafür, dass Deutschland den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, weil es einfach essentiell ist, gemeinsam für eine atomwaffenfreie Welt einzustehen. Eine atomare Hochrüstung in der heutigen technisch so versierten Zeit bedeutet zwangsläufig, das Leben aller Menschen der Erde – und nicht nur das der deutschen Bürgerinnen und Bürger – ernsthaft zu gefährden. Mit einer Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages würde Deutschland einen Schritt in die richtige Richtung gehen, um die Sicherheit und Unversehrtheit nicht nur der Deutschen gewährleisten zu können.“

Weiterstadt – Bürgermeister Ralf Möller 

„Ich will, dass kein Geld mehr in nukleare Aufrüstung gesteckt wird, weil es FÜR Menschen besser angelegt ist als GEGEN sie.“

The first webinar of Women in Nuclear Kazakhstan

prepared by Nuriya Azamatova, intern at the Peaceworkshop Mutlangen, 

member of WiN Kazakhstan and CTBTO Youth Group (Ban of Nuclear Tests) and 

Youth Peace Week organiser in Nur-Sultan, Kazakhstan

24th June 2020 — the webinar organized by Women in Nuclear Kazakhstan took place on a sunny day in Nur-Sultan. The weather suited the webinar perfectly: amazing speakers shared their experience and thoughts on topics concerning women’s involvement in the nuclear field. No wonder why the sky was crystalline-like clear — it was made so for these astonishing women to shine! 

The first speaker, Dr. Togzhan Kassenova, Senior Fellow at Center for Policy Research, SUNY-Albany, brought up several lessons she was taught during her way up to the career ladder. “Initial circumstances matter”—says Togzhan, implying uneven conditions under which Kazakhstani women try to make their careers — “but it is possible to breakthrough”. Being a representative of a minority group, she also stresses the value of self-worth. “Determine your own worth. Nobody can take your worth away.”

Our second speaker, Melina Belinco works as Vice President at Women in Nuclear Global (WiN Global). No wonder that, as an outstanding professional, Melina chose to speak about WiN Global in general, its mission and goals. One of the aims of WiN Global is to promote interest in nuclear engineering, science and other nuclear-related professions, especially among women and young people.

We strongly agree with the idea behind this —  promoting the fields mentioned above is essential to provide global security, not to mention that the mission of the WiN Global is directed towards eliminating gender and age segregation in the field of nuclear, which is the key to the equality and diversity in the nuclear field.

Gaukhar Makhatzhanova, Director of International Organizations and Non-Proliferation Program (IONP), introduced her story of entering the field of nuclear with follow-up statistics depicting the modern status-quo on gender equality in specific areas. In fact, with only around 30-40% of women presented, the UN Committee of Security & Disarmament remains the most stereotyped. “Security field handles the “hard” issues, hence it is the work for men” — Gaukhar shares common belief. Despite the stereotypes along the way, Gaukhar expresses the willingness of women to be actively engaged with the questions of global security, as in many ways horrific events of the past affected women the most. As for Kazakhstan, specifically much effort has to be made. “As you go up the ladder, the fewer women you see” — that is to emphasize the value of women empowerment not only in the field of security & disarmament but every other one as well.

The fourth speaker Natalia Zhurina shared the story of fulfilling her dream: contributing to nuclear proliferation while using Spanish in daily matters. On the way to her dream, she learned a few lessons. “Never give up. Try again” — that is what was written on the slides whereas Natalia was speaking about failures she experienced. The other thing was to be always kind — “Communicate with people the way you want them to communicate with you”. In the very end, the astonishing qualities she possessed has led her to the current position of Research and Education officer at OPANAL, which is the dream job of Natalia Zhurina.

The last speaker Sarah Bidgood spoke about career options for women, especially in the nuclear field. Being a Director of the Eurasia Nonproliferation Program at the James Martin Center for Nonproliferation Studies in Monterey, she focused on the ways of finding opportunities for all women, specifically in the nuclear field. Acknowledging the very nature of human beings, Sarah concluded the webinar with the powerful words “Diversity contributes to the outcomes”. That’s by far summarizes the aim of the webinar and Women in Nuclear Kazakhstan itself.

All of us — from speakers and organizers of the webinars to the very guests — aim for the diversity. Empowering women is a key element of reaching diversity — more women involved means higher quality and quantity of human resources available. Specifically for the field of nuclear, the more women involved, the sooner the peace is established, the clearer and brighter the sky is above our heads.

Divestment

Divestment ist Teil eines nachhaltigen und ethischen Investments: Unethische Aktien, Anleihen oder Fonds werden ausgeschlossen.  

Generell gibt es zwei wesentliche internationale Divestment-Kampagnen: „Move the Nuclear Weapons Money“ und „Don’t Bank on the Bomb“. Ziel beider Kampagnen ist es, Aufmerksamkeit für die „Fehlinvestition“ in Vernichtung und Umweltzerstörung zu schaffen sowie Menschen, Staaten und Kommunen aufzufordern, ihre eigenen Investments zu überdenken.

Move the Nuclear Weapons Money – eine Kampagne vom Basel Peace Office, dem International Peace Bureau, dem World Future Council, PNND, Unfold Zero und Abolition 2000.

Bei Move the Nuclear Weapons Money wird primär der Umfang von Investitionen in die Finanzierung von nuklearen Waffen aufgezeigt. Dabei geht es vor allem darum hervorzuheben, wie dieses Geld für humanitäre Zwecke investiert werden könnte.

Laut Move the Nuclear Weapons Money werden in den nächsten 10 Jahren weltweit 1 Billionen USD in die Entwicklung und Instandhaltung der Nuklearwaffenprogramme fließen. Das Geld könnte stattdessen für die gesamten folgenden Punkte verwendet werden:

http://www.nuclearweaponsmoney.org/de/opportunitaetskosten/

Ziel der Kampagne ist es folglich:

  • nukleare Militärausgaben zu kürzen
  • das Divestment von Unternehmen zu bestärken, die nukleare Waffen herstellen
  • die Umverteilung dieser Ausgaben und Investitionen, um dringende ökonomische, soziale und ökologische Bedürfnisse zu erfüllen: Schutz vor Armut, Klimaschutz und Investition in erneuerbare Energien, Schaffung neuer Arbeitsplätze, umfassender Gesundheitsschutz sowie Wohnraum und Bildung für alle.

Neben dem Schaffen von Aufmerksamkeit für die Billionen-Finanzierung von Atomwaffen, bietet die Kampagne zudem Handlungsanweisungen, man kann:

  • …die Bundesregierung, Landesregierung und/oder die eigene Stadt auffordern, öffentliche Gelder nicht in Atomwaffenproduzenten zu investieren und sie somit auffordern, zu desinvestieren. Das Land Baden-Württemberg sowie Stuttgart haben dies bereits getan.
  • …Kirchen, Universitäten, private Altersvorsorge, die Teilhaber von börsennotierten Firmen sind, auffordern sicherzustellen, nicht in Atomwaffenhersteller zu investieren.
  • …die eigene Bank auffordern, Investitionen in Atomwaffenproduzenten zu beenden, sofern sie es nicht bereits getan hat. Bei Don’t Bank on the Bomb findet sich eine Liste dieser Banken.

Don’t Bank on the Bomb – ein Projekt von PAX und ICAN

Don’t Bank on the Bomb ist die einzige Informationsquelle, die regelmäßig die Zusammenarbeit von Unternehmen, die Atomwaffen herstellen, und deren Financiers aufdeckt. Im Speziellen legt der Bericht offen, welche Bank wieviel Geld in Atomwaffenhersteller investiert und welche Bank bereits Richtlinien verabschiedet hat, die das Investment in Atomwaffen ausschließt.

Hierbei wurde herausgefunden, dass 325 Banken ca. 748 Milliarden US-Dollar in die 18 größten Atomwaffenhersteller investierten.

Nach Recherchen von Don’t Bank on the Bomb waren unter diesen 325 auch 11 deutsche Banken:

  • Allianz mit 936,7 Mill. US-Dollar
  • BayernLB mit 518.6 Mill. US-Dollar
  • Commerzbank mit 1,322.3 Mill. US-Dollar
  • Deutsche Bank mit 6,757.4 Mill. US-Dollar
  • DZ Bank mit 1,525.1 Mill. US-Dollar
  • IKB Deutsche Industriebank Aktiengesellschaft mit 163.2 Mill. US-Dollar
  • KfW mit 115.1 Mill. US-Dollar
  • Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) 115.1 Mill. US-Dollar
  • Landesbank Hessen-Thüringen mit 148.1 Mill. US-Dollar
  • Munich Re mit 43.0 Mill. US-Dollar
  • Siemens mit 114.1 Mill. US-Dollar

Zusätzlich reiht Don’t Bank on the Bomb aber auch Banken auf, die sich durch ihre Richtlinien zur Verhinderung von Investitionen in Atomwaffen hervorheben. In dieser Hall of Fame werden 36 Banken aufgelistet, eine davon ist eine Deutsche: Die Bank für Kirche und Caritas.

Darüber hinaus wird auch eine Runners-up-Liste zusammengestellt, welche jene Banken hervorhebt, die Richtlinien mit Schlupflöchern haben. In dieser Liste sind zwei der deutschen Banken zu finden, die mit am meisten in Atomwaffenproduzenten investieren: die Commerzbank und die Deutsche Bank.

Außerdem listet auch Don’t Bank on the Bomb konkrete Handlungsanweisungen auf. Dabei ist die Grundannahme, dass jede*r etwas tun kann: informieren, diskutieren, unterschreiben, verabschieden.

  • Informieren: Hierbei hilft der Campaigner Guide weiter
  • Auf der Webseite findet sich zudem eine ausführliche Checkliste, die jede*n beim persönlichen Divestment unterstützt. 
  • Diskutieren: Social Media nutzen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen; die eigene Bank kontaktieren und klarmachen: „Nicht mit meinem Geld“.
  • Banken meiden, die die Gelder in Atomwaffenproduzenten investieren.

Auch Kommunen können etwas tun:

  • Don’t Bank on the Bomb hat hierfür einen City Guide erstellt
  • Unterschreiben: Kommunen können den ICAN-Städteappell unterschreiben und somit das Verbot von Atomwaffen vorantreiben. Mit der Unterzeichnung sprechen sich Städte und Kommunen dafür aus, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreibt (Schwäbisch Gmünd und Mutlangen haben dies bereits getan)
  • Verabschieden: Einen Beschluss verabschieden, der Investitionen in Unternehmen, die in die Produktion, Entwicklung, Testen oder Handel von Atomwaffen involviert sind, verbietet.

Nachhaltige Banken, die Investments in Atomwaffenhersteller ausschließen sind zudem:

Quellen:

https://gofossilfree.org/de/was-ist-divestment/

https://www.dontbankonthebomb.com/

http://www.nuclearweaponsmoney.org/de/977-2/

von Leonie Wanner

Reise zur Aktionspräsenz in Büchel

Wir wollten Ende März zur Aktionspräsenz zum Atomwaffenstützpunkt nach Büchel in Rheinland-Pfalz reisen, aber wegen Corona-Virus mussten wir leider dieses Vorhaben aufgeben.

Unter dem Motto „20 Wochen gegen 20 Atombomben“ hatten die Mitwirkenden der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ vor, vom 26. März bis zum 9. August 2020 für den Abzug der US-amerikanischen Atombomben im Fliegerhorst Büchel zu demonstrieren. Diese sind im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ der NATO in der Eifel stationiert. In Büchel üben deutsche Soldaten mit Bundeswehr-Tornados den Transport und Abwurf dieser Atombomben. Die Jugenddelegation der Friedenswerkstatt wollte die Auftaktveranstaltung zur diesjährigen Aktionspräsenz am 26. März mitgestalten und dort auch Arun Gandhi, geb. 1934 den fünften Enkel Mahatma Gandhis und Präsident des Gandhi Worldwide Education Institute, um 14 Uhr treffen.

Neben der Mitwirkung bei der Auftaktveranstaltung hätte sich der Workshop der Vorbereitung auf die Konferenz widmen sollen. Geplant waren Workshops zu Inhalten des Atomwaffensperr- und Atomwaffenverbotsvertrages, zur Öffentlichkeitsarbeit und zu Lobbygesprächen mit den Diplomat_innen von den USA, Russland und NATO-Statten in Europa auf der Konferenz.

Unsere Stimmen für den Frieden

Wir fordern ein atomwaffenfreies Europa

Erster Vorbereitungsworkshop zur NPT RevCon in Mutlangen Mitte Februar 2020

Wir haben uns zu einem dreitägigen Treffen getroffen, um die Arbeit vor, während und nach der Konferenz zu organisieren. Es wurden Ziele der Delegation formuliert, die mit den Zielen der bundesweiten Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei. jetzt!“ übereinstimmen, und der Schwerpunkt der Arbeit wurde auf das Thema atomwaffenfreies Europa hervorgehoben. Wir werden uns nämlich mit allen Diplomat_innen aus Ländern treffen, die an der nuklearen Teilhabe bei NATO teilnehmen, um zunächst ihren Wunsch zu erklären, Atomwaffen vom gesamtem Kontinent abzuziehen. Nur so kann man Sicherheit schaffen. Das Argument für eine NATO-Mitgliedschaft ist ein Stolperstein in Gesprächen mit Politiker_innen über den Bundestagsbeschlusses im Jahr 2010, Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen. Daher möchten wir Belgien, den Niederlanden, Italien und der Türkei die Idee vermitteln, dass Sie ein NATO-Mitglied bleiben können, ohne an der nuklearen Teilhabe teilzunehmen. Laut der Umfrage von Greenpeace in Deutschland im Juli 2019, will 94% der Deutschen, dass Deutschland dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt. Der wurde in 2017 von 122 Staaten beschlossen und tritt dieses oder spätestens nächstes Jahr in Kraft. Der Vertrag verbietet die Entwicklung, Lagerung und Einsatz von Atomwaffen.

Wir würden gerne weitere junge Menschen mitnehmen, da wir ihnen eine starke Stimme bei der UNO, insbesondere für die Unterstützung des Atomwaffenverbotsvertrages geben wollen. Wir würden uns über die weiteren Mitreisenden freuen!