Jugenddelegation zur NPT-Review Conference

Über das Projekt

Die Friedenswerkstatt Mutlangen e.V. organisiert die Jugendaktionsreisen zur NPT PrepCom und RevCon bei der UNO seit 2003. Die letzte Delegationsreise war in 2019 nach New York.

Wer wir sind

Die Friedenswerkstatt Mutlangen e.V. ist ein Verein mit Sitz in der Pressehütte in Mutlangen/Baden-Württemberg.

Entstanden während der Proteste gegen in Mutlangen stationierte US-Atomwaffen in den 1980er Jahren ist die Pressehütte auch heute noch ein Ort für Menschen, die sich aktiv für den Frieden und gegen Atomwaffen einsetzen. Die Pressehütte ist dabei zum einen Begegnungsstätte, zum anderen ein Ort für Öffentlichkeitsarbeit.

Noch immer befinden sich etwa 20 atomare Sprengkörper der USA in Deutschland, genauer im Luftwaffenstützpunkt Büchel. Im Rahmen der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei jetzt“ verfolgt die Friedenswerkstatt das Ziel der Entfernung der nuklearen Sprengkörper aus Deutschland, eines Stopps der Modernisierung sowie letztendlich eines allgemeinen Verbots von Atomwaffen.

Arailym Kubayeva

Projektkoordinatorin
arailym@pressehuette.de

Ich bin 27 Jahre alt und komme aus Kasachstan. Ich habe viele Länder des ehemaligen Sowjetblocks und des globalen Nordens besucht. Durch den Austausch mit Menschen wurde mir klar, dass wir alle, unabhängig von unseren Perspektiven, dieselben Bedenken, Ängste und Wünsche haben. Jede/r möchte Sicherheit und Frieden, Harmonie und Gesundheit. Wir wollen verstanden, geschützt und glücklich sein. Genau so stelle ich mir vor, in welche Richtung sich die internationale Gemeinschaft durch das Verbot von Atomwaffen bewegen wird. Ich finde ein großes Zufriedensheitsniveau, wenn ich mich aktiv für das Atomwaffenverbot engagiere, und hoffe, dass unser Handeln die Welt zum besseren Ort verändern wird.

Dominikus Vogl

Ich teile die Vision, dass eine Welt ohne Atomwaffen möglich und vor allem notwendig ist. Seit Jahren verfolge ich das zähe Ringen um die schwierige Frage der Abrüstung. Eine Welt in Frieden, auch Frieden in unseren Herzen, ist ohne Abrüstung nicht möglich. Nach meinem Soziologiestudium war ich in der Wissenschaft tätig, diese Arbeit hat mich näher an Friedens- und Abrüstungsfragen gebracht. Von Abrüstungsverhandlungen erhoffe ich mir, dass wir lernen, als internationale Gemeinschaft mutige Schritte zu gehen. Abrüstung bedeutet mutig sein. Sind wir also mutig, für den Frieden.

Carola Moser

Ich bin 28 Jahre alt und nehme zum zweiten Mal an einer Konferenz zum Nichtverbreitungsvertrag teil. In der Friedensbewegung engagiere ich mich, weil jede*r Einzelne Verantwortung dafür trägt, eine friedlichere Welt zu gestalten – sei es durch die Teilnahme an Protestaktionen, durch das Unterschreiben von Petitionen oder ein Konto bei einer Bank, die nicht im Rüstungsgeschäft mitmischt.
Als Historikerin weiß ich, dass in Jahrtausenden kriegerischer Auseinandersetzung niemals ein dauerhafter, weltumfassender Frieden erreicht wurde. Die Menschheit muss endlich lernen,
Konflikte gewaltfrei zu lösen, und dafür gibt es keinen Bedarf an Atomwaffen.

Leonie Wanner

Ich bin 21 und studiere Politikwissenschaft und Soziologie. Ich bin seit längerem in der Antirassismusarbeit aktiv und sehe dies auch als wichtigen Teil der Arbeit für den Frieden an. Das Engagement gegen Atomwaffen und der damit einhergehenden weiteren Arbeit gegen Krieg und Feindseligkeit, hat sich ebenfalls zunehmend als Schwerpunkt meines Engagements herauskristallisiert. Ich nehme ich an der Jugenddelegation teil, um das Ziel einer atomwaffenfreien Welt und somit einer Chance auf eine friedlichere Welt voranzutreiben. Meine Vision einer atomwaffenfreien Welt ist somit der Frieden.

Rückblicke von der NPT PrepCom 2019

„Wir sind hier, weil unsere Staats- und Regierungschefs versagt haben. Sie haben versagt, einen signifikanten Fortschritt zur nuklearen Abrüstung beizutragen.”

Jugendrede vor den Diplomat_innen

Wie können wir dir dabei helfen, die Art zu ändern, in der die Menschen denken?

Sueichi Kido: Denkt darüber nicht so, als würdet ihr uns helfen – es ist euer Problem, mehr, als es unseres ist.

Aus dem Gespräch mit Hibakusha (Überlebender) S. Kido

»In der UNO sind Banner und Schilder untersagt. Deshalb machten wir Fotoaktionen vor der UNO, um aufzuzeigen wofür und wogegen wir sind. Mit den 3 Neins protestierten wir schon am Atomwaffenstandort Büchel. Durch die Kündigung des INF-Vertrags droht die Gefahr, dass die Atomraketen, gegen die unsere Eltern und Großeltern demonstriert und blockiert haben, zurückkehren.Wir wollen keine neuen Atomraketen in Europa, weder russische noch solche von den USA. Das machten wir auch in New York deutlich.«

Nicolas Kunz


Nicolas und Carola im Gebäude des Auswärtigen Amts in Berlin, vor dem Gespräch mit dem Leiter der Abteilung Abrüstung – Christoph Hallier
Arailym hält den Friedensnobelpreis von ICAN International, verliehen in 2017
Unsere Aktion in Büchel in Rheinland-Pfalz, der Atomwaffenstützpunkt in Deutschland
Nach dem Gespräch mit dem Mitglied der deutschen Staatsdelegation – Christoph Hallier – bei der UNO in New York

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